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Schließung von Zweigstellen der Sparkasse Hannover

Die Sparkassen in Hannover schaffen sich ab, denn es werden eine Vielzahl von Sparkassenfilia­len geschlossen und die Kunden werden gezwungen, ihre Bankgeschäfte per Computer zu erledi­gen.

Auch haben sie in den letzten Monaten saftige Preiserhöhungen, wie z. B. bei den Kontoführungs­gebühren, den Kosten für Kreditkarten und Portokosten auf ihre Kunden abge­wälzt.  Diese weitrei­chenden Maßnahmen haben alle das Ziel, den Kunden verstärkt ihre Bankgeschäfte per Computer nahe zu legen.

Durch diese Maßnahmen werden insbesondere Behinderte, Ältere und Menschen, die von Armut betroffen sind, stark in Mitleidenschaft gezogen, zumal sie auch nicht in der Lage sind, Bankge­schäfte am Computer zu tätigen.

Wir sind der Auffassung, dass gerade ein wirtschaftliches Unternehmen wie die  Spar­kasse, die sich in öffentlicher Trägerschaft der Region Hannover befindet, eine soziale Verpflichtung und Verantwortung hat. Dies ist ja auch in der Satzung der Sparkasse (§ 2 Abs. 1, letzter Satz) festge­schrieben:

"Sie unterstützt in Ihrem Geschäftsgebiet die kommunale Aufgabenerfüllung des Trägers im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich."

Dazu auch noch ein Zitat aus der Eigenwerbung der Sparkasse:

"Über hundert Standorte in einer Region, die so groß ist wie das Saarland. Wir sind da, wo die 1,1 Millionen Menschen, die hier leben, uns brauchen: ganz nah vor Ort. Mit kompe­tenter Beratung von Mensch zu Mensch. Mit Finanzdienstleistungen, die jeder verstehen kann.
Wir übernehmen dort regionale Verantwortung, wo andere Banken sich schon längst ver­abschiedet haben."

Hat sich die Sparkasse jetzt von diesen Zielen verabschiedet?  Es ist zu befürchten, dass die Sparkasse den Konkurrenzkampf mit den reinen Internet-Banken kaum gewinnen kann.

Die zuständigen Politiker und der Verwaltungsrat der Sparkasse sind jetzt gefordert, ge­mäß der festgelegten sozialen Verpflichtung zu handeln und zu gewährleisten, dass  die Sparkasse Hanno­ver weiterhin als Dienstleistungsbetrieb für die Einwohner in der Region Hannover gelten kann.        

gez. Roland Schiller, Herbert Hohnschop